Wieviel bringt Öhlins und Co?

LoWo

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Suzuki GSXR 750 K8
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candy orange
Wieviel bringt Öhlins und Co?

Ja, wie werden wir denn wirklich schneller? Wie viel bringen teure Fahrwerkskomponenten aus dem Zubehör? Was ist sinnvoll, was nicht?

Am meisten interessiert mich eigentlich, wieviel Zeitverbesserung bringt ein Fahrwerk? Es wird soviel darüber geschrieben, in vielen Tests von Zeitschriften wie Motorrad oder PS könnt ihr lesen: Die Variante mit dem Öhlinsfahrwerk ist der Schlüssel zum Glück, das fehlende Puzzleteil. Plötzlich liegt das Testbike wie auf Schienen, ist quasi ein anderes Motorrad. Absatz um Absatz wird mit Worten umschrieben wie gut nun das Federbein aus Schweden ist, oder die Gabel mit dem neuen Cartridge. Viele Worte aber nie Zahlen.

Wie oft wurde die normale Variante gegen die SP getestet. Sogar auf der Rennstrecke. Wo aber bleiben die aussagekräftigen Zahlen? Mir ist natürlich bewusst, es hängt von vielen Faktoren ab. Angefangen beim Bike selbst, eine BMW RR wird mit einem guten Zubehördämpfer wahrscheinlich unterschiedliche Zeitverbesserungen zu einer mit einem Austauschfederbein ausgestatteter GSX R im Vergleich zum Basisbike ergeben. Fahrer, Strecke, Layout, Anzahl der Kurven, Wetter und Reifenwahl verändern das Ergebnis ebenfalls. Aber! Wäre es nicht ein Anhaltswert zu wissen, bringt nun der Tausch der Dämpfer mit dem Tester der Zeitschrift PS auf Bike XY nun 3 Sekunden pro Runde auf dem Track X an Zeitverbesserung oder aber eben nur 0,2 Sekunden pro Runde?

Ich meine ja nur, eine Investition von rund 4000 € für Fahrwerkskomponenten ist für den Hobbyracer ordentlich Geld. Wir haben ja meist keine Sponsoren. Da wäre es doch wünschenswert zu wissen, was bedeutet es wenn man liest, es ist das fehlende Puzzleteil oder der Schlüssel zum Glück. 4000 € für 3 Sekunden auf ner Runde in Hockenheim oder dem GP Kurs, jepp, finde ich lohnenswert. 4000 € für 0,2 Sekunden eher nicht. Dann stecke ich das Geld doch lieber in Trainings, Coaching, Reifen, oder andere Umbauten wie breiterer Lenker, leichtere Felgen, oder einem 1:1 Trainer mit Videoanalyse.

Deshalb gehe ich dieses Thema nun selbst an. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt. Meine Favorisierte Strecke ist Jules Tacheny in Mettet. Ein kleiner, leicht zu lernender aber dennoch anspruchsvoller Kurs. Mein Bike ist eine Suzuki GSX R 750 K 8.

Angefangen habe ich im Schneckentempo bei etwa 1:30 Minuten pro Runde in Gruppe 1. Nach vielen Runden, einigen Verbesserungen am Bike und zudem studieren von Videomaterial auf Youtube gehöre ich nun in die schnellste Gruppe 4.

Was habe ich dafür gemacht? Zuerst bin ich das Ganze ambitioniert angegangen, mit dem Ziel schneller zu werden. Ich sah mich am Ende eigentlich bei Gruppe 3, von Gruppe 4, wo man ja schon Semiprofessionell unterwegs ist, wagte ich nicht mal zu träumen.

Was hat mir nun am meisten geholfen?

Erstmal habe ich die Reifen getauscht, damit hatte ich dann einen freien Kopf und viel mehr Vertrauen. Mit der zusätzlichen Erfahrung, die ich dann Dank der Reifen auch umsetzen konnte war ich schon beim nächsten Event 3 Sekunden flotter. Ich lag also nun bei 1:27 Min pro Runde. Nicht schnell, aber ein ordentlicher Schritt. Dann habe ich den Motor bei LKM tunen lassen, was nicht nur mehr Leistung brachte, sie war nun auch viel besser abrufbar. Die Power war spürbar mehr und dennoch fahrbarer da nun die wirklich störenden Ruckler bzw. Lastwechsel bei der Gasannahme verschwunden waren. Eine schöne harmonische Leistungskurve mit perfekt abrufbarer Leistung ohne Leistungsloch brachten weitere 3 Sekunden. Siehe da, ich kann es besser als die Zeitschriften in Zahlen umsetzen. 1500 € für das Motortuning brachten mir weitere 3 Sekunden in Mettet. Wie ich finde Lohnenswert.

Ausgehend von 1:24 Min pro Runde kamen weitere Verbesserungen an´`s Bike. Ein breiterer Lenker von LSL brachte ein schnelleres und zielgenaueres Umlegen in den Kurven, einhergehend mit Leichtigkeit. Die Suzi fühlte sich nun leichter an, verbunden mit einem gleichzeitig eingebauten Quickshifter den ich ebenfalls sehr schätze, fielen weitere 2 Sekunden.

Im Netz konnte ich ebenfalls nicht finden wieviel bringt mir ein Quickshifter an Zeit? Die Antworten waren eher, kann ich nicht sagen, man kann sich besser aufs Fahren konzentrieren. Nun denn, in der Beschleunigung bringt das Ding schon ordentlich was, und deshalb bist du insbesondere direkt nach den Kurven deutlich flotter unterwegs als ohne. Ich denke das ist mehr als eine Sekunde pro Runde.

Bei 1:22 angekommen habe ich nun das in die Jahre gekommene Fahrwerk bei Klaus Thiele revidieren lassen. Öhlinsfedern ohne Cartridge in die Gabel. Dämpfer bekam eine Inspektion mit ebenfalls einer auf mein Gewicht abgestimmter Feder von Öhlins. Hier kann ich zwar sagen was es mir gebracht hat, es waren 2 Sekunden, aber das alte Fahrwerk hatte knapp 40.000 km auf dem Tacho und war sicher in einem schlechten Zustand. Wir sprechen hier halt eben nicht von neu gegen neu, sondern eher von defekt, oder zumindest doch sehr in die Jahre gekommen, gegen frisch revidiert mit leichtem tuning. Wir sind also nun bei 1:20 pro Runde und haben satte 10 Sekunden gefunden.

Der Weg war aber noch nicht zu Ende, er führte mich aber in Gruppe 3. Dort konnte ich dann einiges von schnelleren Fahrern lernen und meine Linie verbessern. Das brachte wieder 2 Sekunden.

Bei 1:18 angekommen setzte ich nun reinrassige Slicks wie den Pirelli SC 2 mit neuen Reifenwärmern ein. Zusätzlich baute ich die Brembo GP 4 Sättel ein und kam damit dann auf 1:16. Wieder 2 Sekunden gefunden und man glaubt es kaum, erstmalig in Gruppe 4 gefahren.

Zum nächsten und letzten Trackday kamen noch ein rutschfester Sitz, PVM Felgen und eine höhere durchsichtige Scheibe drauf. Ich schloss ab mit einer 1:14,8 kommend von einer 1:16,3 Min pro Runde. Also weitere 1,5 Sekunden gefunden. Insgesamt sogar mehr als 15 Sekunden in nur einer Saison.

Fürs kommende Jahr habe ich nun geplant, im Winter Umbau auf Emil Schwarz Lager, Schwinge und Lenkungsdämpfer mit zusätzlichem Tausch des Lenkungsdämpfers auf Hyperpro. Das ist für das Erste 2 Tagesevent geplant. Zusätzlich fahre ich dann mit Laptimer um ein wenig Datarecording zu nutzen.

Zum 2ten Event werde ich einen K tech Dämpfer verbauen lassen und sehen was bringt es zum revidierten Fahrwerk.

Beim 3ten Event sollte dann auch die Gabel ein Cartridge haben, und auch darauf bin ich gespannt.

Zum 4ten Trackdayevent werde ich dann noch ein 1.1 Coaching buchen und wenn das Wetter passt am Tag 2 zusätzlich einen SCX aufziehen.

Zum letzten Training soll dann noch eine Gewichtreduzierung folgen, also eine Komplettanlage ohne Kat, wahrscheinlich von Akra, Tausch von Kleinteilen wie Kettenschutz gegen Carbon und ich selbst würde ebenfalls noch 2 Kilo bei mir finden wollen, obwohl ich bei 1:78 mit zur Zeit 72 Kilo und trainiert keineswegs adipös bin. Übrigens die Batterie wurde schon gegen eine Lithium getauscht. Mals sehen wo es hinführt, ich werde berichten.

Liebe Bikergrüße

Lowo
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mal direkt. Alles ziemlicher Schwachsinn den du da schreibst.
Du fängst als Graupe an und schreibst Zeitverbesserungen dem Klimbim am Mofa zu.
Du bis viel gefahren und wärst ohne all dem Zeug vielleicht nur 1 oder 2 Sekunden langsamer.
Was ist denn wenn du jetzt mal auf einer anderen Strecke fährst und innerhalb 3 Tagen deine Zeit um 5 Sekunden verbesserst? Woran lag es?
Wenn überhaupt müsstest du das testen wenn du auf einer Strecke dich nicht mehr verbesserst und stabile Rundenzeiten im Bereich von 5 Zehntel fährst.
Momentan bist du auf dieser kurzen Strecke immer noch 5 Sekunden langsamer als schnelle Hobbyfahrer. Es gibt also noch Potential.
Das Potential liegt in erster Linie bei dir.
Und ja, würde ich noch fahren käme als erstes ein Öhlinsfederbein ins Mofa.
Mit meiner 750er K9 umgebautes Originalfederbein fuhr ich genau die gleiche schnellste Runde mit dem Öhlinsfederbein. Mit dem Öhlins ging das aber konstant Runde für Runde. Das Original fing irgendwann an zu pumpen und vor allem wenn es im Sommer 30 Grad hatte gingen damit je nach Strecke eben keine konstanten Rundenzeiten. Natürlich habe ich mich mit dem Öhlins drin auch weiter verbessert, aber auch da lag das Potential eben auch beim Fahrer.
Größter Vorteil des TTX war die einfache Höhenverstellung so das man einfacher mit der Geometrie spielen konnte. Da konnte ich am ehesten die Verbesserungen in Zeiten fest machen. Weil pro Turn um 1mm verändert bis ich vor allem in schnellen Kurven auch da hin fuhr wo ich wollte.
Ps. ein Quickshifter bringt dir quasi keine Zeitverbesserung wenn du es auch ohne kannst. Gibt so Fahrer. Für mich ist es einfach entspannteres fahren und das bringt natürlich auch auf Dauer Verbesserungen weil du dich auf deine Schwächen konzentrieren kannst.
 
Hi Lutze, vielleicht geht das ganze ja auch weniger aggressiv. Schlecht geschlafen oder was? Muss man immer gleich von Schwachsinn reden oder langsamer als schnelle Hobbyfahrer. Gruppe 4 bedeutet auf jeden fall mal das 75 % langsamer sind. Rein rechnerisch und faktisch! Und ja, mag natürlich sein das ich mich persönlich immer noch weiter steigern konnte. Dennoch habe ich die teile ja jeweils über 2 Tage getestet und da waren die Rundenzeiten dann am 2ten Tag meist recht konstant mit nur noch minimalen Verbesserungen. Und ein Motor ohne Lastwechsel in Kurven, mit einer besseren Leistungsentfaltung bringt halt Zeit. Dein Kommentar finde ich leider zu allgemein. Und natürlich ist mir bewusst dass es schnellere Leute gibt, aber he, jeder fängt doch mal an, und ich habe ne Menge Leute da getroffen die auch noch nach 3 Jahren ihre Zeiten nicht verbessern konnten. Zumindest ist das was ich Eingangs geschrieben habe mein Eindruck.
 
Wieviel bringt Öhlins und Co?

Ja, wie werden wir denn wirklich schneller? Wie viel bringen teure Fahrwerkskomponenten aus dem Zubehör? Was ist sinnvoll, was nicht?

Am meisten interessiert mich eigentlich, wieviel Zeitverbesserung bringt ein Fahrwerk? Es wird soviel darüber geschrieben, in vielen Tests von Zeitschriften wie Motorrad oder PS könnt ihr lesen: Die Variante mit dem Öhlinsfahrwerk ist der Schlüssel zum Glück, das fehlende Puzzleteil. Plötzlich liegt das Testbike wie auf Schienen, ist quasi ein anderes Motorrad. Absatz um Absatz wird mit Worten umschrieben wie gut nun das Federbein aus Schweden ist, oder die Gabel mit dem neuen Cartridge. Viele Worte aber nie Zahlen.

Wie oft wurde die normale Variante gegen die SP getestet. Sogar auf der Rennstrecke. Wo aber bleiben die aussagekräftigen Zahlen? Mir ist natürlich bewusst, es hängt von vielen Faktoren ab. Angefangen beim Bike selbst, eine BMW RR wird mit einem guten Zubehördämpfer wahrscheinlich unterschiedliche Zeitverbesserungen zu einer mit einem Austauschfederbein ausgestatteter GSX R im Vergleich zum Basisbike ergeben. Fahrer, Strecke, Layout, Anzahl der Kurven, Wetter und Reifenwahl verändern das Ergebnis ebenfalls. Aber! Wäre es nicht ein Anhaltswert zu wissen, bringt nun der Tausch der Dämpfer mit dem Tester der Zeitschrift PS auf Bike XY nun 3 Sekunden pro Runde auf dem Track X an Zeitverbesserung oder aber eben nur 0,2 Sekunden pro Runde?

Ich meine ja nur, eine Investition von rund 4000 € für Fahrwerkskomponenten ist für den Hobbyracer ordentlich Geld. Wir haben ja meist keine Sponsoren. Da wäre es doch wünschenswert zu wissen, was bedeutet es wenn man liest, es ist das fehlende Puzzleteil oder der Schlüssel zum Glück. 4000 € für 3 Sekunden auf ner Runde in Hockenheim oder dem GP Kurs, jepp, finde ich lohnenswert. 4000 € für 0,2 Sekunden eher nicht. Dann stecke ich das Geld doch lieber in Trainings, Coaching, Reifen, oder andere Umbauten wie breiterer Lenker, leichtere Felgen, oder einem 1:1 Trainer mit Videoanalyse.

Deshalb gehe ich dieses Thema nun selbst an. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt. Meine Favorisierte Strecke ist Jules Tacheny in Mettet. Ein kleiner, leicht zu lernender aber dennoch anspruchsvoller Kurs. Mein Bike ist eine Suzuki GSX R 750 K 8.

Angefangen habe ich im Schneckentempo bei etwa 1:30 Minuten pro Runde in Gruppe 1. Nach vielen Runden, einigen Verbesserungen am Bike und zudem studieren von Videomaterial auf Youtube gehöre ich nun in die schnellste Gruppe 4.

Was habe ich dafür gemacht? Zuerst bin ich das Ganze ambitioniert angegangen, mit dem Ziel schneller zu werden. Ich sah mich am Ende eigentlich bei Gruppe 3, von Gruppe 4, wo man ja schon Semiprofessionell unterwegs ist, wagte ich nicht mal zu träumen.

Was hat mir nun am meisten geholfen?

Erstmal habe ich die Reifen getauscht, damit hatte ich dann einen freien Kopf und viel mehr Vertrauen. Mit der zusätzlichen Erfahrung, die ich dann Dank der Reifen auch umsetzen konnte war ich schon beim nächsten Event 3 Sekunden flotter. Ich lag also nun bei 1:27 Min pro Runde. Nicht schnell, aber ein ordentlicher Schritt. Dann habe ich den Motor bei LKM tunen lassen, was nicht nur mehr Leistung brachte, sie war nun auch viel besser abrufbar. Die Power war spürbar mehr und dennoch fahrbarer da nun die wirklich störenden Ruckler bzw. Lastwechsel bei der Gasannahme verschwunden waren. Eine schöne harmonische Leistungskurve mit perfekt abrufbarer Leistung ohne Leistungsloch brachten weitere 3 Sekunden. Siehe da, ich kann es besser als die Zeitschriften in Zahlen umsetzen. 1500 € für das Motortuning brachten mir weitere 3 Sekunden in Mettet. Wie ich finde Lohnenswert.

Ausgehend von 1:24 Min pro Runde kamen weitere Verbesserungen an´`s Bike. Ein breiterer Lenker von LSL brachte ein schnelleres und zielgenaueres Umlegen in den Kurven, einhergehend mit Leichtigkeit. Die Suzi fühlte sich nun leichter an, verbunden mit einem gleichzeitig eingebauten Quickshifter den ich ebenfalls sehr schätze, fielen weitere 2 Sekunden.

Im Netz konnte ich ebenfalls nicht finden wieviel bringt mir ein Quickshifter an Zeit? Die Antworten waren eher, kann ich nicht sagen, man kann sich besser aufs Fahren konzentrieren. Nun denn, in der Beschleunigung bringt das Ding schon ordentlich was, und deshalb bist du insbesondere direkt nach den Kurven deutlich flotter unterwegs als ohne. Ich denke das ist mehr als eine Sekunde pro Runde.

Bei 1:22 angekommen habe ich nun das in die Jahre gekommene Fahrwerk bei Klaus Thiele revidieren lassen. Öhlinsfedern ohne Cartridge in die Gabel. Dämpfer bekam eine Inspektion mit ebenfalls einer auf mein Gewicht abgestimmter Feder von Öhlins. Hier kann ich zwar sagen was es mir gebracht hat, es waren 2 Sekunden, aber das alte Fahrwerk hatte knapp 40.000 km auf dem Tacho und war sicher in einem schlechten Zustand. Wir sprechen hier halt eben nicht von neu gegen neu, sondern eher von defekt, oder zumindest doch sehr in die Jahre gekommen, gegen frisch revidiert mit leichtem tuning. Wir sind also nun bei 1:20 pro Runde und haben satte 10 Sekunden gefunden.

Der Weg war aber noch nicht zu Ende, er führte mich aber in Gruppe 3. Dort konnte ich dann einiges von schnelleren Fahrern lernen und meine Linie verbessern. Das brachte wieder 2 Sekunden.

Bei 1:18 angekommen setzte ich nun reinrassige Slicks wie den Pirelli SC 2 mit neuen Reifenwärmern ein. Zusätzlich baute ich die Brembo GP 4 Sättel ein und kam damit dann auf 1:16. Wieder 2 Sekunden gefunden und man glaubt es kaum, erstmalig in Gruppe 4 gefahren.

Zum nächsten und letzten Trackday kamen noch ein rutschfester Sitz, PVM Felgen und eine höhere durchsichtige Scheibe drauf. Ich schloss ab mit einer 1:14,8 kommend von einer 1:16,3 Min pro Runde. Also weitere 1,5 Sekunden gefunden. Insgesamt sogar mehr als 15 Sekunden in nur einer Saison.

Fürs kommende Jahr habe ich nun geplant, im Winter Umbau auf Emil Schwarz Lager, Schwinge und Lenkungsdämpfer mit zusätzlichem Tausch des Lenkungsdämpfers auf Hyperpro. Das ist für das Erste 2 Tagesevent geplant. Zusätzlich fahre ich dann mit Laptimer um ein wenig Datarecording zu nutzen.

Zum 2ten Event werde ich einen K tech Dämpfer verbauen lassen und sehen was bringt es zum revidierten Fahrwerk.

Beim 3ten Event sollte dann auch die Gabel ein Cartridge haben, und auch darauf bin ich gespannt.

Zum 4ten Trackdayevent werde ich dann noch ein 1.1 Coaching buchen und wenn das Wetter passt am Tag 2 zusätzlich einen SCX aufziehen.

Zum letzten Training soll dann noch eine Gewichtreduzierung folgen, also eine Komplettanlage ohne Kat, wahrscheinlich von Akra, Tausch von Kleinteilen wie Kettenschutz gegen Carbon und ich selbst würde ebenfalls noch 2 Kilo bei mir finden wollen, obwohl ich bei 1:78 mit zur Zeit 72 Kilo und trainiert keineswegs adipös bin. Übrigens die Batterie wurde schon gegen eine Lithium getauscht. Mals sehen wo es hinführt, ich werde berichten.

Liebe Bikergrüße

Lowo
Wie lange fährst du schon ???
 
Sorry, aber das ist nun mal Schwachsinn. Du bist Anfänger und hast dich mit viel fahren innerhalb eines Jahres wenn ich das richtig lese um 15 Sekunden verbessert. Du schiebst das alles den technischen Änderungen zu.
Mit dieser Rechnung wäre mein Kumpel jetzt Weltmeister. Der fing mit einer uralten PC 31 (600ccm) Serienzustand in Oschersleben mit 1:44 an.
Rechne ich die Streckenlänge dazu wäre er mit deinen Änderungen binnen eines Jahres bei 1:25 und somit schneller als zu dieser Zeit die Weltmeister der Langstrecken WM oder die IDM auf 1000 ccm Superbike.
Bau dein Motorrad jetzt auf Serie zurück und du wirst vermutlich kaum 2 Sekunden langsamer sein als ohne die Umbauten.
 
Ja, wie werden wir denn wirklich schneller?

Bevor ich viel Geld für Fahrwerks-Komponenten ausgegeben habe stand bei mir:
mentales, körperliches und Streckentraining.

dann:
Ein Körpergewicht erreichen, das ich gut halten kann bzw. nach dem Winter relativ einfach wieder erreichen kann.

dann kommen die passenden (teuren) Fahrwerkskomponenten. Ich habe in der Vergangenheit mit den jeweiligen Herstellern gesprochen bzw. deren Kunden-Betreuung. Fragen geklärt wie "wie fahre ich, was fahre ich, wo stehe ich, wo will ich hin".

Bei mir war es so, das ich erstmal deutlich einfacher meine Zeiten erreichen konnte nach dem Fahrwerksupgrade. Dann wurden diese besser und dann wieder schlechter. Nach langem hin und her habe ich für mich erkannt, das meine größte Baustelle im Kopf sitzt. Mentales Training hat mich am meisten voran gebracht.

Meine Meinung / Erfahrung:
Wenn das Fahrwerk auf Gewicht und Strecke gut eingestellt bzw. ausgelegt ist, dann ist es für Amateurfahrer fast eine Glaubensfrage ob man ein 4000 Euro Fahrwerk braucht. Denn, stimmen alle anderen wichtigen Komponenten? (Körper & Geist)

Wenn man das für sich mit ja beantworten kann, sein Gewicht und Trainings-Level gut halten kann, Dann ist der Punkt erreicht und ich würde Geld ins Fahrwerk stecken. Damit meine ich jetzt kein 500 Euro Wilbers Federbein, das hat man an dem Punkt ja eh schon verbaut, falls die Serie Grütze war (aufgrund von Alter oder Laufleistung verschlissen).

Zur Erklärung, ich spreche aus meiner Vergangenheit so 2011 - 2016. Heute bin ich kaputt und dick, da interessieren mich solche Feinheiten nicht mehr. Nur damit ich nicht falsch einsortiert werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi LoWo,

ich kann deine Gedankengänge gut nachvollziehen - denke du bist im Gegensatz zum Durchschnittsalter in diesem Forum jung, und leidest noch dazu an chronischer Gaskrankheit.:oops::p Versteht nicht jeder, stör dich nicht dran.

Um von einer hohen 14 auf 11 zu kommen Bedarf es einziges - vor allem Fahren, Fahren, Fahren - um die Lockerheit zu bekommen das Moped laufen zu lassen - die Karre kann das nämlich! Ohne jetzt zu schauen - Guck mal wer vor dir auf ner 3/4 Suzi rumgurkt und mit welchem Material.

Invest in Fahrwerk ist immer eine gut Idee denke Wilbert tut es aber auch, gibt auch noch andere.

Wichtig ist, das du dich zusammen mit deinem Moped weiter entwickelst - das dauert. Hab vor allem Geduld, entspann dich UND vor allem hab Spaß dabei und du wirst sehen es lohnt sich. Wenn du dann mal zurück schaust merkst du auf einmal, das du bereits auf einem höheren Niveau ist.:cool:

Ich war auch ein paarmal dort, bin dann relativ zügig von 01:20 auf eine hohe 17 gekommen - stagnierte dort dann ein wenig - dann kam Corona. Mein Spezi, der mit mir dort gestartet ist, anfänglich mit ner umgebauten 750 Kawa aktuell mit ner aktuellen, umgebauten R6, fährt jetzt knapp unter 01:11 - wobei auch die Elektronik einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leistet, meine ich. Die kann schon was, vor allem hinsichtlich der Sicherheit.


@Lutze66

Mäuschen, deine Wortwahl lässt sich doch bestimmt auch optimieren, das kannst du doch?! Es liest sich hier für einige nicht schön und stößt neue Mitglieder vor den Kopf. Man muß sich doch nicht gleich als alter Mufti outen. Das war jetzt ein Scherz.:hallo1:
 
ich habe auch so einen ehrgeizigen Kumpel, wurde auch von Runde zu Runde besser, bis dann die Stürze kamen, GSX-R 1000 abgefackelt in Rijeka, zweite GSXR 1000 mehrfach überschlagen in Zandvoort , leider liegen Glück und Unglück so nahe beieinander, der Bruchteil einer zentel Sekunde holt dich vom Bock. Provifahrer die damit ihr Geld verdienen reskieren dafür einiges, kann nur jedem Hobby-Racer empfehlen das Ganze als Just for Fun zu sehen. Die kaputten Knochen kannste Dir nicht in der Apoteheke auf Rezept abholen. Kumpel möchte das ich Ihm jetzt nach über 3 Jahren Pause die Böcke neu aufbaue, er steckt wieder 10.tsd. Euros rein und wenn er seinen Ehrgeiz nicht besser in den Griff bekommen hat, stehen in 2 Jahren wieder 2 Stck. Schrottkisten in meiner Garage rum....
 
Mäuschen, deine Wortwahl lässt sich doch bestimmt auch optimieren, das kannst du doch?!
Ich bin da gerne etwas direkter wenn das geschriebene so fern jeglicher Realität ist.
Ps. bei seiner Antwort würde ich jetzt auch nicht gerade von optimierter Wortwahl sprechen. Gefühlt gäbe es da mehr zu optimieren als in meinem Text. Aber es stört mich nicht.
Kann ja nicht ahnen das er Lobeshymnen zu seinem Text erwartet hat und keine ernst gemeinten Antworten wollte.
Zusammengefasst, bringt jede seiner Änderungen eher Zehntel als mehrere Sekunden. Ein von ihm geplantes gutes Instruktortraining könnte da tatsächlich so effektiv sein das es Sekunden bringt. Aber auch das dort gelernte braucht mitunter mehrere Trainings um umgesetzt zu werden.
 
Als erfahrener BestAger gebe ich zu bedenken,
Wir reden hier von einem Hobby, das in erster Linie Spaß machen soll und jeder sollte sich der Risiken, die er eingeht, stets bewusst sein..
SCHNELLES
Fahren ist ne Kombi aus Erfahrung, Hardware und Glück.
Nur die ersten beiden Punkte kann man gut beeinflussen und der letzte Punkt sollte man mit Vernunft begünstigen, denn wir reden hier von möglichen weitreichenden Folgen, die viele erst realisieren, wenn es zu spät ist.
Jeder sollte sich auch Limits setzen und nicht denken dass es immer besser oder hier schneller wird, weil jeder für sich und sein individuelles Bike im täglichen Zustand, immer ein Limit hat, und auch die Umweltbedingungen diese stets verändern.

ALSO genießt Euer Hobby und fahrt vernünftig schnell
und wer nicht die perfekten Kenntnisse u. MITTEL hat sein Bike zu warten und perfekt individuell einzustellen, sollte noch vorsichtiger sein.

Das Leben ist viel zu schön um es durch Unvernunft und unnötigen Ehrgeiz wegen ein paar sinnlosen Sekunden, die zudem nüchtern betrachtet nichts sinnvolles bringen, zu verändern.

Mit zunehmendem Alter und Erfahrungen aus dem Umfeld entwickelt man hier ständig mehr Respekt vor dem Risiko und möglichen FOLGEN und bitte um Euer Verständnis.;)
 
Da hast du recht. Wenn man Richtung Rente geht ist man schon froh morgens aufzuwachen und es tut nichts weh UND man lebt noch. 🙈

Seit ein paar Jahren versuche ich mir immer zu vergegenwärtigen, daß ich das nur aus Leidenschaft und Freude mache und die Zeit der Wettkämpfe längst vorbei ist. Es gibt nichts mehr zu gewinnen aber viel zu verlieren...

Immer so fahren das alles heil bleibt und das man mit den Kollegen abends ankommt, mit denen man morgens losgefahren ist.

Der Wichtigste Tag ist Morgen und an dem will man schließlich auch Freunde habe.
 
Hallo, es geht um angasen am Ring, kalkulierbares Risiko.
Auf Landstrasse sollte Stvo eingehalten werden :) und das grösste Problem sind da die Verkehrsteilnehmer mit Handy in der Hand.
 
Man muss die Meinung ja nicht teilen, man kann es trotzdem nicht beleidigend sagen.

Wo ich bei Lutze mitgehe ist, dass du dir durch die Verbesserungen immer mental mehr Puffer bereitgestellt hast, was du wahrscheinlich so eh noch gehabt hättest.
Kenne das von meinen Rundenzeiten, habe immer einen Ausreißer mit einer neuen Bestzeit, im nächsten Turn fahre ich die dann konstant, im besten Fall mit einem neuen Ausreißer.
Bin aber auch nur Hobbymäßig unterwegs.

Aber egal, was dir geraten wird, fahr so das du Spaß hast (keinen anderen gefährdest) und wenn der innere Technikmonk was neues braucht, gönns dir!

Und wenn du dir nochmal was richtig gutes leisten willst, dann auch dir einen fähigen Instuktor und fahr mit dem, da wirste dann auch noch Sekunden finden!
 
Auch kalkuliertes Risiko kann richtig weh tun, wenn Vernunft und Glück fehlen egal wo;)
Das ist wohl so, aber wenn du dich dann an deine eigenen Worte hältst müsstest du ab sofort das Zweirad stehen lassen oder besser ganz im Bett liegen bleiben.

Ich habe nach meinem schweren Unfall in Mugello auch erst mal nur noch langsam angehen lassen und da war immer eine eher 2 Sekunden Sicherheit pro Runde drin. Hauptgrund war aber auch das mich das ganze ein kleines Vermögen gekostet hat und ich mir das nich so bald ein zweites mal leisten konnte.
Hat aber spätestens ab der Saison 2 dann keinen Spaß mehr gemacht die Bummelei und ich habe wieder ungehemmt Gas gegeben. Brachte dann ordentliche Verbesserungen, auch den ein oder anderen Ausrutscher. 3 intensive Vielfahrer Jahre folgten mit einem 4 Platz am Ende der Saison und 2 mal die Saison als Cupsieger beendet.
Krankheitsbedingt (ohne Motorsportbeteiligung) dann in die Zwangspause und die leider bleibenden Schäden ließen mich nie wieder auf das alte Fitnesslevel kommen. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal wieder an den Punkt wo es mir egal ist wo ich auf der Strecke lande. Die Rennen waren das Sahnehäubchen ohne das ich bisher nicht auf der Strecke unterwegs sein will. Für mich war es der sportliche Wettkampf der mich auf die Rennstrecke trieb. Ich hatte noch auf jeder Strecke Punkte wo ich wusste da liegt noch ordentlich Zeit, bin ich jetzt leider nicht mehr dazu gekommen die einzusammeln.
Aber egal, eventuell komme ich ja auf die verrückte Idee nach Renteneintritt auch öfter einfach nur mal um die Strecke zu rollen, aktuell fehlt mir dafür die Motivation.
 
@Fitch Seit wann wohne ich bei dir mietfrei im Oberstübchen?😅 @manitu Hat es doch wunderbar formuliert. Obwohl mir selber neuerdings das Feuer etwas fehlt.

Das beste was mir damals passiert ist, war der Foren-Trackday in OSL mit KM. Ich denke ganz oft an die kleinen Tipps der Teilnehmer und Instruktoren, vorallem zur mentalen Einstellung und Sicherheit. Ich bin mir ganz sicher, dass ich deshalb immer heile auf eigener Achse zu Hause angekommen bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist wohl so, aber wenn du dich dann an deine eigenen Worte hältst müsstest du ab sofort das Zweirad stehen lassen oder besser ganz im Bett liegen bleiben.

Ich habe nach meinem schweren Unfall in Mugello auch erst mal nur noch langsam angehen lassen und da war immer eine eher 2 Sekunden Sicherheit pro Runde drin. Hauptgrund war aber auch das mich das ganze ein kleines Vermögen gekostet hat und ich mir das nich so bald ein zweites mal leisten konnte.
Hat aber spätestens ab der Saison 2 dann keinen Spaß mehr gemacht die Bummelei und ich habe wieder ungehemmt Gas gegeben. Brachte dann ordentliche Verbesserungen, auch den ein oder anderen Ausrutscher. 3 intensive Vielfahrer Jahre folgten mit einem 4 Platz am Ende der Saison und 2 mal die Saison als Cupsieger beendet.
Krankheitsbedingt (ohne Motorsportbeteiligung) dann in die Zwangspause und die leider bleibenden Schäden ließen mich nie wieder auf das alte Fitnesslevel kommen. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal wieder an den Punkt wo es mir egal ist wo ich auf der Strecke lande. Die Rennen waren das Sahnehäubchen ohne das ich bisher nicht auf der Strecke unterwegs sein will. Für mich war es der sportliche Wettkampf der mich auf die Rennstrecke trieb. Ich hatte noch auf jeder Strecke Punkte wo ich wusste da liegt noch ordentlich Zeit, bin ich jetzt leider nicht mehr dazu gekommen die einzusammeln.
Aber egal, eventuell komme ich ja auf die verrückte Idee nach Renteneintritt auch öfter einfach nur mal um die Strecke zu rollen, aktuell fehlt mir dafür die Motivation.
Hi Lutz, dann warst Du ja ganz schön erfolgreich. Ich hatte übrigens auch nen schweren Unfall auf der Straße, frontal ins Auto, beide 70 km/h. Hatte danach 10 Jahre Pause und hatte mich dem triathlon verschrieben. Da war ich auch recht erfolgreich.
Vielleicht ist auch genau der Kern meines Gedankens. Ich bin es vom Triathlon gewohnt akribisch und genau vorzugehen. Beim Triathlon werden auch Laufräder, und Fahrräder im Windkanal von den Zeitschriften getestet. Dann hat man genaue Angaben über den wattgewinn und kann sich ausrechnen was es einem an zeitgewinn bringt.
Dann kann halt jeder für sich entscheiden ob ihm das 10. 000 fürs Rad oder 2000 für die Felgen wert sind. Diese Aussagen fehlen mir leider bei den Motorradzeitschriften.
Ich bin kein Marc Marquez und bin auch nicht der beste Hobbyfahrer. Ich möchte lediglich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden. Wenn ich da noch ein paar Sekunden finde bin ich schon ganz zufrieden.
Ich finde vieles was hier geschrieben wurde interessant. Viel hängt natürlich vom Kopf ab. Wenn die Dinge die ich einbaue mir im Kopf mehr vertrauen geben hat es ja auch was gebracht. Interessant wäre sicher mal alles wieder abzubauen und sehen wo stehe ich dann. Macht man ja aber nicht, zuviel Aufwand für einen Rückschritt. Und ja, Glück braucht man sicher auch. Ich glaube aber dennoch an die Technik und denke die hilft die Zeiten zu verbessern. Gebe dir aber recht dass mit mehr Runden auch mehr Erfahrung und ein stetig besseres Gefühl einhergehend mit mehr Vertrauen automatisch die Rundenzeiten verbessern. Was dann tatsächlich wieviel gebracht hat ist bei einem Amateur schwer zu sagen. Hat aber bestimmt geholfen.
Die Idee mit dem Instruktor werde ich dann vielleicht vorziehen, wurde ja mehrfach hier positiv angesprochen. An alle auf jeden Fall danke für die comments.
Bleibe am Ball, hoffentlich auch heil und berichte dann im kommenden Jahr wieder was ich so von den Verbesserungen halte
Vielleicht findet es ja doch jemand hilfreich.
Und ja, ich bin ebenfalls der Meinung, kalkuliertes Risiko macht halt am meisten Spaß. Deshalb fahre ich nicht mehr auf der Straße, aber bummeln auf dem track macht weder Sinn noch Spaß.
 
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